Mi 22.02.2026 - DONA ROSA

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Die blinde Legende aus Lissabon, als Straßensängerin einem Millionenpublikum im Laufe von 20 Jahren bekannt geworden, von André Heller für den Musikfilm „Stimmen Gottes“ entdeckt und seit dem Jahr 2000 auf den Konzertbühnen von Taipei bis Los Angeles unterwegs. Dona Rosa ist nicht eins von diesen hübschen Fado-Sternchen, die jedes Jahr entdeckt werden, sondern sie berührt mit ihrer Musik die Seelen der Menschen.
Ihr neues Konzertprogramm führt uns in das Leben der DONA ROSA. Im ersten Teil ihres Musikprogramms führt sie uns in „ihre Welt“, eine Welt im Dunkeln. 40 Minuten werden in absoluter Dunkelheit gespielt und der Zuschauer taucht intensiv in eine andere Welt und versenkt sich in die Musik. Der zweite Teil präsentiert genau das Gegenteil, er zeigt das pulsierende Leben Lissabons, der Stadt auf den sieben Hügeln. Es ist eine Hommage an ihre Heimatstadt. Dona Rosa spielt zu projizierten Fotos. Es werden Lieblingsplätze Lissaboner Musiker/innen gezeigt und Musik gespielt, die sich teilweise auf die Stadt bezieht.
Rosa Martins – Vocals, Triangel
Raul Abreu – portugiesische Gitarre
Ines Vaz – Akkordeon

http://www.jaro.de/de/kuenstler/dona-rosa/

Wer ist DONA ROSA?
Geboren wurde sie am 1. Februar 1957, ein gesundes Mädchen, das jedoch mit vier Jahren an einer schweren Meningitis erkrankte und dadurch das Augenlicht verlor. Rosa stammt aus einer vielköpfigen Familie, die sich ihren Lebensunterhalt durch Betteln verdiente und für die es nicht leicht war, die Tatsache hinzunehmen, dass diese Tochter blind bleiben sollte. Es wurde ihr aber, soweit dies die vorhandenen Einrichtungen erlaubten, eine gewisse Ausbildung ermöglicht. Sie lernte Lesen und Schreiben, man brachte ihr bei, einfache manuelle Arbeiten zu verrichten …und nicht zuletzt lernte sie die traditionellen Lieder Portugals kennen.
Mit der Volljährigkeit fühlte sie, dass es notwendig sei, sich von ihrer Familie zu trennen: als sie zu ihren Eltern nach Ovar in Nordportugal zurückkehren sollte, drehte sie, kaum dort angekommen, noch am Bahnhof um und nahm den nächsten Zug zurück nach Lissabon. Unterstützt von ebenfalls blinden Obdachlosen lernte sie dort schnell, das Leben auf der Straße zu meistern. Mit Betteln und dem Verkauf von Zeitschriften, Blumen und Lotterielosen hielt sie sich über Wasser, bis ihr eines Tages vorgeschlagen wurde, ihre schöne Stimme doch dazu zu nutzen, sich mit Singen ein Zubrot zu verdienen. So wuchs in den Straßen Lissabons eine Sängerin heran, die ihr hartes Los in Melodien voller Gefühl verarbeitete und ganz allmählich ein nicht mehr wegzudenkender Teil des Stadtbilds wurde.