präsentiert von Sparkasse in concert und Nordwestradio
In den Folkszenen Großbritanniens machen mehr und mehr weibliche Talente von sich reden. Ein Beispiel ist Lady Maisery, das brillante Song-Trio zwischen Folk-Tradition und -Aktualität. Hazel Askew, Hannah James und Rowan Rheingans sind hervorragende Instrumentalistinnen: zum Einsatz kommen Fiddle, Akkordeon, Harfe, Banjo und Percussion, letzteres auch mal per klassischer Step-Manier. Geradezu betörend ist ihr fein gesetzter, warm strahlender Harmo-niegesang. Er kommt den Bearbeitungen traditioneller Lieder ebenso zugute wie den eigenen Stücken – oder ihrer Version von „This Woman’s Work“, dem femi-nistischen Lied von Kate Bush. Hazel, Hannah und Rowan stammen allesamt aus musikalischen Familien, in denen engagiert Folk-Traditionen gepflegt wurden. Kennengelernt haben sie sich in Seminaren und Workshops für junge Talente. Gegründet haben sie Lady Maisery 2009. Besagte Lady Maisry (es gibt verschiedene Schreibweisen) ist eine Figur, die in mehreren alten Liedern auftaucht. Das Trio griff zunächst überlieferte Stücke auf, schreibt mittlerweile aber auch selber. Geschichten über Macht, Abhängigkeiten und Geschlechter-rollen tauchen besonders häufig im Repertoire auf. Politisch Stellung beziehen, sich dabei auf die Seite der sogenannten „kleinen Leute“ zu schlagen, ist eine wichtige Seite ihres Folk-Verständnisses. Dabei offenbart das Repertoire auch mal düstere Töne. Dem steht eine heitere Seite gegenüber, getanzte Percussion inklusive. Neben Lady Maisery verfolgen die drei Frauen auch andere Projekte: Hazel Askew und Rowan Rheingans mit ihren Schwestern (Askew Sisters, The Rheingans Sisters), Hannah James zum Beispiel an der Seite von Folk-Legende Maddy Prior (Steeleye Span). Gerade ist das dritte Lady Maisery-Album erschienen, „Cycle“. Das führt das Trio nun erstmals nach Deutschland.
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